Tarifabschluss in schwierigen Zeiten

    Gemeinsam ward ihr erfolgreich und habt dem Arbeitgeber gezeigt, dass auch in diesen schweren Zeiten Warnstreiks erfolgreich durchgeführt werden können! In der dritten und letzten Verhandlungsrunde wurde ein Ergebnis erzielt und ein Abschluss herbeigeführt! 

    Die Arbeitgeber hatten eine sehr lange Laufzeit bis Ende 2023 gefordert und für die nächsten beiden Jahre nur eine Erhöhung der Tabellenentgelte von jeweils 1 Prozent. Hier haben wir spürbare Verbesserungen erzielt. Lest selbst in unserem Flugblatt.

    Unsere Forderung steht

    Warnstreik Heppenheim
    © gfotos.de

    Die 105 Mitglieder der Bundestarifkommission haben entschieden: Wir starten mit der Forderung nach einer Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr bei einer Laufzeit von 12 Monaten in die Tarifrunde. Die Auszubildenden sollen 100 Euro mehr bekommen und eine feste Übernahme nach der Ausbildung. Außerdem sollen die bestehenden Altersteilzeitregelungen verbessert und verlängert und die Arbeitszeit im Osten an die im Westen angeglichen werden. Zusätzliche freie Tage sollen die Beschäftigten entlasten. Über die besonderen Bedingungen im Gesundheitswesen soll an einem eigenen Tisch verhandelt werden. Für sie geht es außerdem noch um Wechselschichten und um eine Erhöhung der Sonntagszuschläge.

    Das Angebot der Arbeitgeberseite auch

    Die Arbeitgeber bieten in einem schriftlichen Angebot minimale Erhöhungen der Entgelte an und das über 36 Monate. Die Erhöhung soll schrittweise umgesetzt werden und beinhaltet 3,5 Prozent über 3 Jahre! Jedes Jahr zum 01. März soll es laut Arbeitgeber einen Prozent mehr geben und zum 01. März 2023 1,5 Prozent. 

    Wir beziehen Stellung und sagen ganz klar: NEIN, Danke!

    "Die angebotenen Lohnsteigerungen sind geradezu respektlos."

    Die vollständige Stellungnahme des Vorsitzenden Frank Wernecke und der Verhandlungsführer findet ihr hier.

    Aktion Stadt Rüsselsheim und AöR
    © Sabine Bondzio

    Warum Streik? Seht selbst!

    »Der Öffentliche Dienst ist unverzichtbar!«

    "Die Arbeitgeber haben klar gemacht, dass wir von ihnen nichts zu erwarten haben. Im Gegenteil: Sie werfen uns vor, dass wir hier Streiks betreiben, was eine Unmöglichkeit ist, weil gerade wir es waren, die bereits im Juni angeboten haben die Tarifrunde dieses Mal auszusetzen und eine Eingiung zu finden wie wir es zu einem späteren Zeitpunkt aufnehmen können. Da wurde uns die ausgestreckte Hand ausgeschlagen. Wir wurden quasi in die Tarifrunde gezwungen. Sie wollten es so. Wir sind hier!"

    Filippo Rinallo, Gewerkschaftssekretär Fachbereich Gemeinden, Südhessen

    "Im Bundestag sind die Politiker aufgestanden und haben uns beklatscht und es folgen keine Taten. Also leere Worthülsen lassen wir uns nicht mehr bieten[...]"

    Michaela Stasche, Vertrauensleutesprecherin bei der Stadt Rüsselsheim

    Macht euch ein eigenes Bild

    Wir haben es geschafft trotz Corona einige kleine Aktionen vielerorts zu planen und durchzuführen - natürlich unter den geltenden Abstands- und Hygieneregelungen! Der Dank gilt unseren engagierten Vertrauensleuten in den Betrieben, die sich kreative Lösungen ausgedacht, organisiert und durchgeführt haben! Ihr seid stark!

    Aktionen fanden statt in: Erbach, Darmstadt, Pfungstadt, Münster, Groß-Gerau, Rüsselsheim, Riedstadt. Daran beteiligten sich Streikende aus vielen Dienststellen und Betrieben.

    ver.di Kampagnen